Cinema 4D Grundfunktionalitäten BodyPaint 3D Erste Schritte Der Paint-Assistent
Funktion verfügbar in CINEMA 4D Prime, Visualize, Broadcast, Studio & BodyPaint 3D

Schritt 3: Material-Optionen

In diesem letzten Schritt definieren Sie:

Fehlende Materialien erstellen

Sollten von den in Schritt 1 selektierten Objekten welche darunter sein, die noch kein Material haben, so wird dies bei aktivierter Option erstellt und zugewiesen. Andernfalls erfolgt die Weiterverarbeitung nur mit den bereits vorhandenen Materialien/Texturen.

Fehlende Kanäle erstellen/löschen

Hier geben Sie an, ob Material-Kanäle bei neu angelegten bzw. schon vorhandenen Materialien erstellt bzw. gelöscht werden sollen. Das ist abhängig von den in der darunter befindlichen Liste aktivierten Kanäle. Die Farbe der Hintergrund-Ebene von neu angelegten Texturen können Sie durch Klick auf die Farbbox rechts neben dem aktivierten Kanal definieren. Es öffnet sich dann der System-Farbwähler.

Die Kanal-Liste

Hier finden Sie eine Liste aller Material-Kanäle, in die Sie Texturen einladen können. Aktivieren Sie hier nur die Material-Kanäle, die Sie auch bemalen wollen. Sie werden schnell feststellen, dass Sie ansonsten sehr viele Texturen in Ihrer Szene haben werden, was zu Verwirrung führen oder im Extremfall Ihren Rechner in die Knie zwingen kann. Stellen Sie sich vor, Sie haben 12 Objekte, die bemalt werden sollen und Sie aktivieren alle Material-Kanäle (11 an der Zahl). Es werden nicht weniger als 131 (!) Texturen erstellt, die beim Rendern in den Arbeitsspeicher geladen werden müssen.

Die Kanal-Liste unterstützt übrigens den Tristate-Status (waagerechter Strich im Optionsfeld). Das bedeutet nichts weiter, als das bei einigen Kanälen Texturen existieren und bei Anderen nicht. Klicken Sie darauf, um einen einheitlichen Zustand herzustellen.

Bestehende Texturen skalieren

Aktivieren Sie diese Option, wenn Sie bereits vorhandene Texturen mit den weiter unten stehenden Einstellungen in der Größe verändern wollen.

Automatische Texturgrößen-Interpolation

BodyPaint 3D hat einen ausgeklügelten Algorithmus, der die Größe von zu skalierenden oder neu zu erstellenden Texturen innerhalb einstellbarer Grenzen (Minimum und Maximum) selbst bestimmt.

Angenommen, Sie haben ein Objekt, was aus 24 verschieden großen Einzelobjekten besteht. Wenn Sie diesen jetzt allen die gleiche Textur-Größe verleihen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Textur-Größen-Verhältnis zwischen den Objekten nicht optimal ist. Das führt dazu, dass es trotz Projection Painting zu inhomogenen Pinselstrichen kommen kann:

Bei dieser Szene wurde beiden Objekten (großer, nur teilweise sichtbarer und kleiner Würfel) die gleiche Texturgröße verpasst. Dabei ist das kleine Objekt 10mal kleiner als das Große. Trotz Projection Painting kann es hier zu keinen befriedigenden Ergebnissen kommen, weil die blaue Textur im Vergleich zu der des kleinen Würfels einfach zu klein ist.

Die automatische Texturgrößen-Interpolation verhindert dies, indem sie die Größenverhältnisse zwischen verschiedenen Objekten bei der Texturerstellung berücksichtigt. Dabei wird keine Textur größer als bei Maximum oder kleiner als bei Minimum. Große Objekte werden Texturgrößen im Bereich um Maximum, kleine Objekte im Bereich um Minimum erhalten.

Der Parameter Quantisieren verhilft Ihnen zu Texturgrößen in diskreten Schritten. Wenn Sie hier beispielsweise 100 definieren, werden die erstellten Texturen Größen von z.B. 200x300, 800x700 etc. haben.

Feste Texturgröße

Bei Deaktivierung der Option Automatische Texturgrößen-Interpolation wird jede neu erstellte bzw. skalierte Textur mit einer festen Größe erstellt, die Sie unter Breite und Größe einstellen.

Klicken Sie schließlich auf den Button Ende und der Paint-Assistent wird seine Arbeit aufnehmen. Dabei gibt er ausführlich Feedback, was er gerade tut:

Sobald unten Paint-Assistent Ende ausgegeben wird, ist die Material/Textur-Bearbeitung beendet. Der Paint-Assistent arbeitet in einem non-modalen Fenster, d.h. er muss nicht geschlossen werden. Sie können jederzeit mit den Zurück-Buttons auf vorherige Seiten zurückkehren und andere Einstellungen vornehmen.

Ende macht übrigens das Naheliegendste: alle nötigen Texturen und Materialien werden erzeugt.

Jetzt können Sie mit dem Malen loslegen: alle Voraussetzungen sind erfüllt. Schalten Sie dazu evtl. in den Projection Painting Modus.

Zuvor sollten Sie allerdings mit Projekt inkl. Assets speichern (zu finden im Datei-Menü) die Szene samt sämtlicher Texturen abspeichern.