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Alembic

Alembic ist ein von Lucasfilm und Sony Pictures Imageworks entwickeltes 3D-Open-Source-Austauschformat, das sich primär auf den kleinsten gemeinsamen Nenner 3D-animierter Projekte verschiedenster Applikationen stützt: animierte Geometrie, Partikel und Splines.

Wenn Sie eine Alembic-Datei importieren, werden alle enthaltenen Objekte jeweils als spezielle Alembic-Objekte importiert, in denen eine Verknüpfung zum entsprechenden Objekt in der "*.abc"-Datei enthalten ist (das muss zwangsweise so ein, da sich die Animationsdaten ausschließlich in der Alembic-Datei befinden und NICHT in Cinema 4D). Wird nun die "*.abc”-Datei geändert, übernimmt Cinema 4D dann diese Änderung beim Neuladen des Projekts oder beim Rendern. Daraus folgt, dass Sie bei Weitergabe eines Projekts sowohl die "*.c4d”-Projektdatei als auch die "*.abc”-Datei liefern müssen. Es kann natürlich durchaus auch auf mehrere Alembic-Dateien gleichzeitig verwiesen werden.

Wenn Sie den Zeitschieber verschieben, holt sich Cinema 4D die Animationsdaten aus der Alembic-Datei (hier finden sich "Samples” des Animationszustandes für jedes Animationsbild ("Frame”)) heraus. Findet das Projekt die Alembic-Datei(en) nicht mehr, so verbleiben die Objekte immer im abgespeicherten (dann unanimierten) Zustand.

Hinweis:
Beachten Sie auch, dass importierte Objekte nicht bzgl. ihrer Geometrie oder Position, Größe oder Winkel bearbeitet werden können. Das sind alles Eigenschaften, die in der Alembic-Datei gespeichert sind und ohne Weiteres keine Veränderungen zulassen (Ausnahmen s. PGW aktualisieren bzw. Geometrie aktualisieren).

Alembic ist somit ein Format, das primär zum verlustlosen Weitergeben von animierter Geometrie (und nur dieser) an andere Software dient. Es ist dafür extrem optimiert und bietet wesentlich kleinere Dateigrößen als beispielsweise das "*.obj”-Format. Aber auch innerhalb des Cinema 4D-Workflows kann der Einsatz von Alembic Vorteile bieten. Wenn Sie sehr komplexe Animationen (auch per Dynamics zum Leben erweckte) als Alembic-Datei auslagern und diese dann später für andere Zwecke laden, ist der Speicherverbrauch dann wesentlich reduziert, da die Animationsdaten nicht komplett im Arbeitsspeicher vorgehalten werden müssen. Es ist darüber hinaus möglich, beim Bearbeiten niedrig aufgelöste Ersatzobjekte zu verwenden, die erst beim Rendern durch detaillierte Objekte ersetzt werden (s. Alembic-Objekt).

In übrigen ist es auch möglich, per Alembic komplexeste Animationen zu laden, die normalerweise Cinema 4D in die Knie zwingen würden. Auch um beispielsweise Thinking Particles (oder andere bis jetzt schwer "festzunagelnde" Dinge) zu backen, können diese in eine Alembic-Datei ausgelagert und anschließend wieder eingebunden werden.

Einige Alembic-Objekte (die ja eigentlich Generatoren sind) haben im Attribute-Manager neben den Alembic-spezifischen Einstellungen (Tab "Objekt”) auch änderbare Einstellungen (z.B. Tab "Phong” bei polygonalen Objekten oder Tab "Subdivision Surface” bei eben diesen). Je nachdem, was die Alembic-Datei vorgibt, können Parameter davon gesperrt sein. Alembic-Objekte können mit der Taste C in echte Cinema 4D-Objekte gewandelt werden, die dann aber natürlich nicht mehr mit der Alembic-Datei verknüpft sind.

Tipp:
Wenn Sie ein Alembic-Objekt mittels Objekte backen... verarzten, können Sie eine Kopie desselben mit einer aus der Alembic-Datei extrahierten Animationsspur samt Keys erzeugen.

Hinweis:
Solange Sie in Cinema 4D eine Datei geöffnet haben, die auf eine Alembic-Datei verweist, darf die externe Alembic-Datei nicht geändert/überschrieben werden. Es kann ansonsten zu Programmabstürzen kommen.