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Thinking Particles

Einstellungen
TP Nodes
Partikel-Geometrie

Thinking Particles ist ein überaus komplexes Partikel-System, das über den XPresso-Editor von Cinema 4D und den Attribute-Manager gesteuert wird. Es unterscheidet sich dabei grundlegend vom Standard-Partikel-System von Cinema 4D. Thinking Particles gibt Ihnen Kontrolle über jeden Aspekt eines Partikelstroms bzw. diversen Gruppen von Partikeln. Aufgrund dieser Fülle an Kontrollmöglichkeiten und Parametern sollte Thinking, also das Nachdenken, durchaus wörtlich genommen werden, und zwar bereits bevor man ein Thinking-Particles-Setup kreiert. Machen Sie nicht den Fehler, einfach drauflos zu arbeiten, sondern schlagen Sie unklare Funktionen hier in der Dokumentation nach. Wenn Sie dies beherzigen, werden Sie das Konzept von Thinking Particles bald durchschaut haben und das gesamte Potential ausschöpfen können.

Alle nachfolgenden Beschreibungen der Nodes von Thinking Particles setzen ein Grundwissen über den XPresso-Editor und die Verschaltung von XPresso-Elementen voraus. Informationen zur Benutzung von XPresso und des XPresso-Editors finden Sie hier. Grundsätzlich ist die Bedienung der Thinking Particles-Nodes mit der von XPresso-Nodes identisch. Benutzen Sie die rote und die blaue Farbfläche in der Titelzeile der Nodes zum Aufrufen der Port-Listen. Nicht verschaltete Ports können auch über den Attribute-Manager mit Werten beliefert werden. Die von XPresso her bekannten Kontext-Menüs sind auch für Thinking Particles-Nodes aufrufbar, z.B. um die Node-Größe zu optimieren, oder Ports zu löschen.

Partikel backen und Thinking Particles

Zuallererst: Thinking Particles können von Hause aus NICHT gebacken werden (warum backen?).

Es gibt hierfür allerdings einen etwas inoffiziellen Workaround für Besitzer der MoGraph-Funktionalität, der allerdings mit Vorsicht zu geniessen ist, da er nicht in allen Konstellationen funktioniert und auch nur dann, wenn die Thinking Particles mittels des Matrix-Objekts (Einstellung Generieren Thinking Particles) erzeugt werden:

Der obere Modus des Matrix-Objektes spielt dabei keine Rolle.

Wenn Sie jetzt dem Matrix-Objekt ein MoGraph-Cache-Tag verpassen und dieses backen, haben Sie damit auch die Thinking Particles gebacken. Eventuell müssen Sie dann noch mittels dieser Vorgehensweise (erster Hinweis) dafür sorgen, dass Geometrie auch gerendert wird.

Limitationen von Thinking Particles

Thinking Particles haben Schwierigkeiten mit Bewegungsunschärfen (sowohl der Zwischenbild-Bewegungsunschärfe als auch der Bewegungsunschärfe des Physikalischen Renderers). Sie sollten daher Thinking Particles nicht mit diesen beiden Effekten verwenden.