Referenz Cinema 4D Cinema 4D Prime Charakter-Menü Joint
Funktion verfügbar in CINEMA 4D Prime, Visualize, Broadcast, Studio & BodyPaint 3D
Joint

Basis Koord. Objekt Abnahme Kinematik Symmetrie

Abnahme

Allgemein

Joints können durch Felder gesteuerte Abnahmeformen haben. Diese Form definiert die Mesh-Wichtungsabnahme. Das ist sehr praktisch, um die Jointwichtung wirken zu lassen, ohne explizit Wichtungen aufzumalen. Außerdem kann dies gut als Startzustand verwendet werden, ohne sich auf die Auto-Wichtung verlassen zu müssen.

Ein anderer Vorteil ist, dass die Wichtung dynamisch ausgeübt werden kann, d.h. Sie können jederzeit Abnahmetypen, -formen und-größen ändern oder diese sogar animieren.

Wenn keine Abnahme verwendet wird, müssen Sie den Jointeinfluss entweder per Hand malen oder auf die Auto-Wichtung zurückgreifen.

Ein Joint kann z.B. eine zylinderförmige Abnahme (mit übrigens beliebiger Abnahmefunktion haben). Wenn mehrere Abnahmen überlappen, wird die Wichtung automatisch normalisiert, um die Wichtung auf alle Joints aufzuteilen.

Hinweis:
Wenn die Abnahme ein Mesh beeinflussen soll, müssen Sie trotzdem ein Wichtungs-Tag zuweisen (und diesem wiederum Joints). Falls Sie den Befehl Binden verwenden oder dem Mesh bereits existierende Wichtungen zugewiesen sind, so müssen diese zuerst gelöscht werden.

Wichtig:
Beachten Sie, dass Wichtungen nicht normalisiert werden können, solange die Wichtungen manuell aufgemalt sind. Diese müssen zunächst gebacken werden. Vergewissern Sie sich also, dass Sie Sie sämtliche Jointabnahme gebacken haben, falls es zu merkwürdigen Objektdefomationen kommt (sind Wichtungen nämlich nicht normalisiert, kann der Wichtungswert pro Punkt größer oder kleiner als 100% sein. Dadurch bewegen sich Punkte fehlerhaft.

Tipp:
Jointabnahmen können mit dem Wichtungs-Manager gebacken werden. Dazu müssen Sie die Joints selektieren und dann den Button Abnahmen backen anklicken. Sobald das geschehen ist (ggf. müssen Sie die Felder deaktivieren), wird die Wichtung jedes Joints in ein Wichtungs-Tag gebacken (das wiederum mit dem Wichtungs-Werkzeug bearbeitet werden kann).

Auf Feld umschalten

Dieser Button erscheint nur, wenn Sie alte Szenen (<R20) laden. Siehe Laden alter MoGraph-Szenen.

Feld

Zunächst: lesen Sie unter Felder nach, was Felder eigentlich sind und wozu sie verwendet werden können.

In der folgenden Felderliste werden Feldobjekte, Feldebenen und Modifikatorebenen miteinander kombiniert. Sie finden dieses Interfaceelement an zahlreichen Stellen innerhalb von Cinema 4D (siehe hier), die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben. Im Grunde geht es darum, die Felderwirkungen miteinander zu mischen, daraus eine Ausgabegröße zu bilden und diese z.B. auf einen Effektor oder eine Punktemenge wirken zu lassen. Wie Feldobjekte im Objekt-Manager positioniert sind, spielt bei Felderlisten keine Rolle.

Der Richtungs-Kanal wird z.B. beim Ziel-Effektor eingeblendet.

Sie finden in der Felderliste alle Feldebenen, Modifikatorebenen und Ordner in Ebenen organisiert, die von unten nach oben (genauso wie Ebenen untergeordnet in Ordnern) abgearbeitet werden. Das Mischen der Elemente funktioniert ähnlich wie das von Ebenen in einem Bildbearbeitungsprogramm. Jede Ebene hat einen Mischmodus samt Deckkraftregler, die definieren, wie mit den untergeordneten Elementen gemischt werden soll.

Die Listeneinträgen können per Drag&Drop verschoben werden. Lassen Sie ein Element auf einen Ordner fallen, um es unterzuordnen (selektierte Ebenen werden beim Neuerzeugen eines Ordners diesem untergeordnet). Genauso können Elemente auch wieder aus Ordner herausgezogen werden.

Feldobjekte können aus dem Objekt-Manager auf andere Feldobjektebenen in der Felderliste gezogen werden, um diese bei gleichbleibenden Ebeneneinstellungen zu ersetzen.

Bei Selektion – auch Mehrfachselektion – von Elementen werden deren Eigenschaften weiter unten im Dialog angezeigt, was größtenteils Parameter sind, die direkt schon oben in der Felderliste justiert werden können. Selektierte Elemente können gelöscht werden, entweder durch Drücken der entsprechenden Taste oder per Kontextmenü (hier gibt es auch Befehle für das Löschen aller Elemente).

Die Wert-/Farbe-/Richtungs-Icons in der Überschriftsspalte wirken als Anzeigefilter und blenden z.B. alle Ebenen aus, die nicht auf Farben wirken.

Die darunter angeordneten Icons definieren, auf welche Funktionalität sie wirken sollen (eben Wert, Farbe, Richtung). Es können diese Eigenschaften von mehreren Ebenen mit gedrückter Maustaste vertikal gleichzeitig gesetzt werden.

Eine Ebene kann durch Doppelklick oder bei selektierter Ebene durch Drücken von Return umbenannt werden.

Hinweis:
Beachten Sie, dass ein und dasselbe Feldobjekt mehrmals in eine Liste gezogen oder dupliziert (CTRL + Verschieben) werden kann. Sie haben dann also mehrere, wirkende Instanzen eines Feldes (das dann z.B. in einem Ordner mit anderer Stärke wirkt als an anderer Position).

Außerdem beachten Sie das Löschverhalten in der Felderliste: Löschen Sie dort ein Feld, das dort nur einmal und auch sonst in keiner anderen Felderlister verwendet wird, wird es ebenfalls im Objekt-Manager gelöscht (Ausnahme: Sie rufen den Befehl Nur Ebene löschen aus dem Kontextmenü auf ODER das Feld wird noch in einer anderen Felderliste verwendet). Im umgekehrten Fall: beim Löschen im Objekt-Manager wird der Felderlisteneintrag stets gelöscht.

In diese Liste können neben den hier angebotenen Feldern, Feld- und Modifikatorebenen auch direkt folgende Objekte gezogen werden, die jeweils mittels einer speziellen Ebene ausgewertet werden:

Die Feldwirkung wird dann um oder entlang oder durch die entsprechenden Objekte oder deren Bestandteile (z.B. Objektpunkte) definiert.

Selektieren Sie in der Felderliste ein Objekt, das auch im Objekt-Manager vorhanden ist, so wird diese mittels eines temporären Manipulationsmodus ebenfalls selektiert, so dass es bei Bedarf sofort interaktiv verschoben werden kann. Das Objekt wird im Objekt-Manager dabei auch besonders eingefärbt.

Beachten Sie diese Funktionalität, die zum Verständnis wichtig ist: ist die Felderliste eines Effektors komplett leer, ist die Wirkung nicht etwa überall Null, sondern im Gegenteil maximal, also überall wirkend. Ein kleiner Trick, um die früheren Abnahmeform Unbegrenzt) bei Effektorneuerzeugung zu simulieren. Sobald Ebenen vorhanden sind, werden diese normal ausgewertet.

Wenn Sie eine Felderlistenkonstellation identisch bei anderen Elementen verwenden wollen, so haben Sie grundsätzlich 3 Möglichkeiten:

Farbkodierung

Ebenen werden rot markiert, wenn sie in irgendeiner Art fehlerhaft sind (z.B. Shaderfeld ohne Shader) und gelb, wenn Sie ignoriert werden (etwa ein leerer Ordner).

Weitere Befehle

Die 5 Icons unten machen folgendes (von links nach rechts):

Neues Feldobjekt

Beim Klick auf dieses Icon öffnet sich eine Liste mit allen verfügbaren Feldobjekten – das sind die Feldelemente mit einer Repräsentanz im Objekt-Manager; sie haben also Position und Ausrichtung. Wählen Sie eines aus, um es der Liste hinzuzufügen. Das Feldobjekt wird dabei im Objekt-Manager automatisch dem entsprechenden Objekt untergeordnet (zur Funktion nötig ist das aber nicht; wichtig ist allein die Präsenz in der Felderliste).

Alternativ kann auch ein bestehendes Feld per Drag&Drop in die Liste gezogen werden. Außerdem wird bei selektiertem passenden Element (z.B. Effektor) bei Erzeugung eines Feldes von außen (also z.B. über einen Menübefehl), dieses automatisch der Liste zugefügt.

Neue Feldebene

Erzeugen Sie hiermit eine neue Feldebene. Feldebenen sind Felder ohne Repräsentanz im Objekt-Manager. Sie haben und brauchen weder Position noch Ausrichtung.

Neue Modifikatorebene

Beim Klick auf dieses Icon öffnet sich eine Liste mit allen verfügbaren Modifikatorebenen, die auf vorhandene Ebenen wirken können. Wählen Sie eines aus, um es der Liste hinzuzufügen. Modifikatorebenen – wie der Name schon impliziert – wirken auf bereits vorhandene Felder und stellen von sich aus keine Werte, Farben oder Richtungen zur Verfügung.

Sie können sich Modifikatorebenen ähnlich wie Einstellungsebenen bei einem Bildbearbeitungsprogramm vorstellen. Diese wirken auf alle zuvor angeordneten Ebenen. Wenn Sie die Wirkung unabhängig von der Anordnung auf bestimmte Felder beschränken wollen, so ordnen Sie Modifikatorebene und entsprechende Felder einem Ordner unter.

Neuer Ordner

Klicken Sie hierauf, um die selektierten Listenelement einem neu erstellten Ordner hinzuzufügen. Ist nichts selektiert, wird ein leerer Ordner erzeugt. Innerhalb eines Ordners erfolgt die Abarbeitung wieder von unten nach oben. Das Ergebnis dieser Abarbeitung wird mit eigenem Mischmodus und Stärke der übrigen Felderliste zugemischt.

Beschränken

Mittels dieses Buttons kann eine Beschränkung der Ausgabewerte für die aktuelle, komplette Felderliste auf Werte zwischen 0 und 1 eingestellt (für Farben RGB 255, 255, 255) werden. Für viele Einsatzzwecke ist das Aktivieren angeraten, wenn z.B. negative oder zu große Werte ausgeschlossen werden sollen. Wenn Sie in der Felderliste z.B. ein Zeitfeld untergebracht hätten, würde der Wert kontinuierlich größer. Mittels diesen Buttons kann er auf das Maximum 1 beschränkt werden.

Innerhalb der Felderliste sind voreinstellungsgemäß (Tab "Remapping") viele Felder auch schon beschränkt, was aber dort (Untertab "Bereich") geändert werden kann.

Kontextmenü

Neues Feldobjekt

Erzeugen Sie hiermit ein neues Feldobjekt – und zwar das, was gerade im Auswahlmenü links unten angezeigt wird.

Neue Feldebene

Erzeugen Sie hiermit eine neue Feldebene – und zwar die, die gerade im mittleren Auswahlmenü angezeigt wird.

Neuer Ordner

Erzeugen Sie hiermit einen neuen Ordner. Dieser dient zum Gruppieren von Ebenen und Beschränken von Modifikatorebenen auf spezifische Ebenen.

Neues Gruppenfeld

Bei Aufruf dieses Befehls werden die aktuell selektierten Ebenen in ein Gruppenfeld gepackt – dabei verschwinden sie sinnigerweise aus der aktuellen Liste und werden durch das Gruppenobjekt ersetzt.

Duplizieren

Hiermit wird die aktuell selektierte Ebene dupliziert. Es kann also z.B. ein und dasselbe Feld (das selbst nur einmalig vorhanden ist) an verschiedenen Stellen der Liste wirken (z.B. mit verschiedener Stärke oder unterschiedlichen Mischmodi).

Ausschneiden
Kopieren
Einfügen

Das sind die gängigen Befehle, um Ebenen in die Zwischenablage zu kopieren bzw. auszuschneiden und einzufügen (auch in andere Felderlisten).

Löschen

Ein Klick auf diesen Button löscht die selektierten Listenelemente samt Objekt im Objekt-Manager (bei Feldobjekten).

Nur Ebene löschen

Ein Klick auf diesen Button löscht die selektierten Listenelemente. Objekte im Objekt-Manager bleiben bestehen.

Alle selektieren/deselektieren

Selektieren bzw. deselektieren Sie hiermit alle Ebenen.

Alle Einstellungen, die Sie in der Felderliste vornehmen können, sind als Parameter im Tab "Mischen" abgelegt (und auch dort beschrieben).

Die eingeblendeten Tabs selektierter Listeneinträge

Die Felderliste hat die Fähigkeit, zusammengesetzte Elementeigenschaften anzuzeigen. Beispiel: Sie ziehen einen Kreis-Spline in die Felderliste. Die Ebene "Kreis" wird weiter unten im Dialog mit 5 Tabs angezeigt, wovon das Tab "Objekt" direkt vom Spline übernommen wird (so dass Sie bequem Kreiseinstellungen ändern können, ohne im Objekt-Manager den Kreis-Spline selektieren zu müssen). Das Tab "Ebene" enthält dabei die eigentlichen Einstellungen der Feldebenen-spezifischen Einstellungen. Die anderen Tabs "Mischen", Remapping" und "Farbremapping" sind allgemeine Felderlisten-Ebeneneigenschaften, deren Eigenschaften wiederum von anderen – unsichtbaren – Objekten (s.a. Andere Objekte) gestellt werden.

Das alles klingt aber komplizierter als es tatsächlich ist: alles ist streng logisch und auf bestmögliche Bedienung ausgelegt.