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Constraint

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Überobjekt

Dieses Constaint zwingt das Objekt, ein eingetragenes Ziel wie ein Überobjekt zu behandeln. Verändert man also die Koordinaten des Ziels, wird sich das Objekt verhalten, als wäre es im Objekt-Manager ein Unterobjekt dieses Zieles.

So ist dieses Constraint beispielsweise sehr gut geeignet, Produktions- bzw. Fliessbandanimationen zu erstellen, wo ein Objekt weitergereicht wird:

Indem Sie die bewegenden/drehenden Robotergreifarme als (animiertes) Ziel für das Oberobjekt-Constraint definieren, wandert das Objekt quasi als Unterobjekt von einem zum nächsten Greifarm.

Indem Sie die drehenden Robotergreifarme als Ziele (mit animierter Wichtung) für das Oberobjekt-Constraint definieren, wandert das Objekt quasi als Unterobjekt von einem zum nächsten Greifarm. Diese Funktionalität ist auch als "Space Switching" oder "Dynamic Parenting" bekannt.

Mit Cinema 4D R18 wurde das Fesseln an ein Überobjekt verbessert: der Workflow ist optimiert und einige frühere unschöne Verhaltensweisen sind abgestellt (Sie können jetzt z.B. problemlos in der Zeitleiste vor und zurück springen). Das bezieht sich besonders auf eine evtl. Animation des Constraint-Tag tragenden "Unterobjekts". Früher kam es dabei zu ungewünschten Fehlanimationen. Das ist jetzt Vergangenheit, wenn Sie die im Folgenden beschriebene Vorgehensweise einhalten.

Wir gehen davon aus, dass einige animierte Roboterarme erstellt wurden, die nacheinander eine Kugel aufnehmen und zum nächsten weiter reichen. Das Constraint-Tag liegt auf der Kugel:

Die fertige Szene können Sie hier öffnen:


Beachten Sie, dass, obwohl sich die Kugel per Constraint mit den Roboterarmen mit bewegt, sie nach wie vor relativ zu diesen ganz normal animiert werden kann.

Noch einige Tips zum Arbeiten mit Überobjekt-Constraints:

Stärke [-∞..+∞%]

Mit diesem Regler können Sie festlegen, wie stark dieser Constraint insgesamt, also unter Berücksichtigung aller in der Gruppe Ziele eingetragenen Ziele, wirken soll.

Eingefr. verw.

Ist die Option aktiviert (empfohlen), werden die eingefrorenen Transformations-Koordinaten des gefesselten Objekts (wenn es von einem Ziel gelenkt wird) statt der lokalen Koordinaten (im Tab "Koord.") verwendet. Dadurch bleiben "saubere" lokale Koordinaten erhalten. Für diese lassen sich besser Keys oder Expressions erstellen.

Wenn Sie das Ziel verschieben, ändern sich hier die eingefrorenen Koordinaten (jeweils Tab "Koord." beim gefesselten Objekt) entsprechend. Bei deaktivierter Option würden sich die Objekt-Koordinaten entsprechend ändern.

Das spätere Ändern dieser Option führt zu falschen Animationen. Ändern Sie sie – wenn überhaupt – nur zu Beginn der Überobjekt-Animation.

Beachten Sie weiterhin beim Backen des gefesselten Objekts, dass stets nur die "normalen" Koordinaten gebacken werden (Sie müssen also zuvor evtl. diese Option deaktivieren).

Autom. zurücksetzen (alt)

Hinweis:
Diese Option gibt es nur noch aus Kompatibilitätsgründen.

Bei aktivierter Option wird automatisch intern ein Startzustand aufgezeichnet, zu dem jederzeit zurückgekehrt werden kann. Wenn die Option deaktiviert ist, kann Ihr Objekt den Startzustand (Position, Größe, Winkel) "vergessen", wenn Bilder beim Vor- und Zurückspulen der Zeitleiste übersprungen werden. Sie können die Funktionalität auch deaktivieren, um so wie früher zu arbeiten. Hier müssen Sie dann aber wieder Keys vor jedem Überobjektwechsel erzeugen.

Ist die Option aktiviert, kann der Startzustand nur bei Bild "0" geändert werden. Zu jedem anderen Zeitpunkt werden Änderungen ignoriert.

Interakt. Transf.

Sollte die Option Eingefr. verw. deaktiviert sein, so können Sie das gefesselte Objekt nicht interaktiv in der Ansicht bewegen. Hier kommt Interaktive Transformation zum Einsatz, die bei Aktivierung Ihnen genau das emöglicht. Dabei werden die Koordinaten des "Lokalen Offsets" entsprechend angepasst.

 Offset

In dieser Gruppe können Sie einen Offset zu den durch das Überobjekt festgelegten Koordinaten eingeben.

Original beibehalten

Deaktivieren Sie diese Option, wenn das Objekt mit dem Constraint-Tag frei verschoben, skaliert oder gedreht werden soll. Bei aktivierter Option ist das Objekt fest (unter Berücksichtigung der dann änderbaren Offsetwerte) an sein Überobjekt gebunden.

P [XYZ m]
G [XYZ ]
W [HPB °]

Geben Sie hier die Offsetwerte ein, in denen das Objekt von den Koordinaten seinen Überobjekts abweichen soll. Dazu muss die Option Original beibehalten aktiviert sein.

 Ziele

In dieser Gruppe erstellen Sie die Ziele, die als Überobjekt Ihres Objekts wirken sollen.

Hinzufügen

Mit diesem Button erstellen Sie ein neues Ziel mitsamt allen dazugehörigen Einstellungen.

Entfernen

Mit diesem Button entfernen Sie das zuletzt hinzugefügte Ziel.

P
G
W

Mit diesen Optionen legen Sie fest, auf welche der drei Koordinaten-Vektoren des Objekts dieses Ziel wirken soll.

Wichtung [-∞..+∞%]

Mit diesem Regler legen Sie den Einfluss dieses Ziels fest. Ist nur ein Ziel vorhanden, ist dieser Regler inaktiv, da er sich genau wie der Regler Stärke ganz oben in diesem Tab verhalten würde. Ist aber mehr als ein Ziel definiert, werden die anderen Ziele entsprechend mehr Einfluss gewinnen, wenn Sie diesen Wert senken.

Der Parameter dient vor allem mittels (sprunghafter) Animation zwischen 0% und 100% zum Wechseln des Überobjekts. Das aktive hat 100%, alle anderen 0%.

 Lokaler Offset

P [XYZ m]
G [XYZ ]
W [HPB °]
Reihenfolge

Diese lokalen Koordinaten geben den Offset zum Zielobjekt an. Dieser Offset wird gesetzt, wenn ein Ziel definiert wird. Diese lokalen Koordinaten werden automatisch (Sie selbst müssen hier normalerweise nichts selbst einstellen) mit entsprechenden Keys versehen, wenn Sie – wie oben beschrieben – mit Hilfe des unten links angeordneten Menübutton mit gedrückter Ctrl/Cmd-Taste ein Ziel auswählen.

Einige Bemerkungen zu den verschiedenen Koordinaten:

Sie können grundsätzlich im eingefrorenen (Option Eingefr. verw. aktiviert) oder im relativen Modus (Option Eingefr. verw. deaktiviert) arbeiten. Eingefrorene Koordinaten können Sie sich als virtuelles, übergeordnetes Null-Objekt vorstellen.

Das Ganze klingt kompliziert? Das können wir nachvollziehen und haben daher die unten angeordneten Buttons eingebaut. Arbeiten Sie einfach wie oben beschrieben und ignorieren Sie die diversen Koordinaten weitgehend.

Diese Einstellungen sind im übrigen nur wirksam/sichtbar, wenn Autom. zurücksetzen (alt) deaktiviert ist.

Ziel

In dieses Link-Feld können Sie ein beliebiges Objekt ziehen, um dieses als Ziel zu definieren.

Lokale Offsets aktualisieren

Sie finden in diesem Button-Menü folgende Optionen:

Optimiert aufzeichnen

In diesem Menübutton haben Sie die Auswahl unter 2 Modi:

Beachten Sie, dass Optimiert aufzeichnen automatisch aufgerufen wird, wenn Sie im linken Button-Menü ein Set mit gedrückter Ctrl/Cmd-Taste auswählen. Sie benötigen daher dieses Button-Menü unter Umständen gar nicht.